Gran Canaria

Das Inselzentrum von Gran Canaria

Im Landesinneren von Gran Canaria erwartet den Besucher eine beeindruckende Bergwelt. Höchster Berg ist mit 1949 m der Pozo de las Nieves. Auf kurvenreichen Straßen kann man die dünnbesiedelte Landschaft im Zentrum erkunden.

Inselinneres Gran Canarias

Fährt man hoch genug, so durchstößt man schließlich die Wolkendecke, die sich meistens an der Nordseite des Gebirges staut.

Die kurvenreiche Fahrt hinauf lohnt sich, denn über dem Wolkenteppich eröffnen sich fantastische Ausblicke auf die markanten Berge Gran Canarias. Auch kann man von hier oben zur Nachbarinsel Teneriffa mit dem imposanten Teide blicken - gutes Wetter vorausgesetzt.

Das weiche Vulkangestein ist anfällig für Erosion, so dass im Inselzentrum markante Bergrücken und Täler entstanden. Harte Basalte aber haben der Verwitterung standgehalten. Ehemalige Förderschlote ragen heute als steile Feldnadeln empor (z.B. der Roque Nublo).

Um das Inselzentrum zu erkunden, sollte man sich einen Mietwagen besorgen. Nur so sind die unzugänglichen Bergregionen zu erreichen. Allerdings wäre es schade, die Landschaft nur aus dem Auto heraus zu betrachten. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, kleinere oder größere Wanderungen zu unternehmen. Auf Wanderwegen kann der Besucher die unberührte Berglandschaft erleben. Man sollte sich am besten einen Wanderführer besorgen, in dem Routen beschrieben sind.

Bergland Gran Canarias

In den Lagen ab 1000 m Höhe prägt die Kanarische Kiefer (Pinus canariensis) das Bild. Sie ist ideal an diesen Gebirgsraum angepasst. Mit ihren langen Nadeln hält sie die Feuchtigkeit aus den Wolken fest und spielt damit eine wichtige Rolle für den Wasserhaushalt der Insel. An günstigen Standorten stehen dichte Kiefernwälder. Wo sich die Bedingungen verschlechtern, z.B. durch zunehmende Trockenheit, wird der Bestand lichter und weitständiger. Große Waldgebiete wurden Jahrhunderte hindurch für den Schiffsbau abgeholzt. Heute wird verstärkt mit der Kanarische Kiefer wiederaufgeforstet.