Norden

Der Norden stellt den am stärksten besiedelten Teil Gran Canarias dar. In dieser klimatisch begünstigten Region finden sich die meisten Städte und Dörfer. In Küstennähe erstreckt sich ein Hügelland, das landeinwärts schließlich in die Nordabdachung des Gebirges übergeht. Hier finden sich noch Reste des ursprünglichen Lorbeerwaldes. Stellenweise sind tiefe Täler (Barrancos) in das weiche Vulkangestein erodiert.

Barranco de Agaete

Barranco de Agaete

Ein besonders sehenswertes Tal ist der Barranco de Agaete im Nordwesten. Hinter dem hübschen Städtchen Agaete führt eine Straße entlang des engen Tals in das Gebirge hinein. Weiße Häuser stehen lose verteilt an den Hängen. In den Gärten sieht man eine üppige Vegetation und auf den kleinen Feldern wachsen Bananen, Zitrusfrüchte, Avocados und sogar Kaffee.

Das Tal gehört zu den grünsten Stellen der gesamten Insel und ist vor allem am Wochenende ein beliebtes Ausflugsziel.

Agaete und die Nordwestküste

Puerto de las Nieves

Agaete ist ein ruhiger Ort mit einem hübschen Ortsbild. Von hier ist es nicht mehr weit zum Meer. Nur 2 km entfernt liegt Puerto de las Nieves mit seinem kleinen Hafen, von dem aus die Fähre nach Teneriffa ablegt. Ein paar kleine Restaurants liegen direkt am Hafen und vor allem am Wochenende kommen die Tagesausflügler. Eine schmale Felsnadel vor der Küste, ein Wahrzeichen Gran Canarias, wurde bei einem schweren Unwetter im Jahre 2005 zerstört.

Teror

Teror liegt bereits 8 km von der Küste entfernt im Inneren, auf etwa 600 m Höhe. Die Stadt ist Wallfahrtsort und gehört mit ihrem Marktplatz und der Kirche Nuestra Señora del Pino zu den lohnenden Zielen im Norden Gran Canarias. Die Ehefrau des lateinamerikanischen Freiheitskämpfers Simon de Bolívar kam aus Teror. Nach ihr ist ein kleiner Platz nahe der Wallfahrtskirche benannt.

Arucas

Das Wahrzeichen der Stadt ist die imposante, weithin sichtbare Kathedrale aus dunklem Basaltgestein. Umgeben ist die Kirche von den hübschen Häusern und schmalen Gassen der Altstadt.

Landschaft bei Arucas

Arucas liegt im Zentrum des Bananenanbaus. Um die Stadt liegen ausgedehnte Bananenfelder. Die 412 m hohe Montaña de Arucas stellt eine weithin sichtbare Erhebung dar, von der aus die Stadt, ihre Kathedrale und die umliegende Landschaft gut zu überblicken ist. Weiß getünchte Gehöfte und kleine Siedlungen wechseln sich ab mit den grünen Feldern der Bananenpflanzungen.

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