Der Südteil Gran Canarias

Alle Touristenzentren liegen im Süden Gran Canarias. Hier kann der Urlauber ganzjährig mit gutem Wetter sowie angenehmen Wasser- und Lufttemperaturen rechnen. Auf der Südseite der Insel herrschen infolge der Regenarmut gelbgraune Farben vor. Die Berghänge tragen nur noch lockeren Bewuchs.

In den Touristenorten wurde und wird viel gebaut. Dabei entstand so manche "Bausünde" und die lärmenden Orte des Massentourismus sind nicht jedermanns Geschmack. Die Konkurrenz zu anderen Urlaubszielen ist heute aber größer als je zuvor und auch Gran Canaria bekommt dies zu spüren. Inzwischen versucht man daher aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Der Trend geht weg von den "Bettenburgen" hin zu Bungalows und Hotels mit gehobenem Anspruch.

Maspalomas / Playa del Inglés

Leuchturm von Maspalomas

Trotz aller negativen Auswüchse des Massentourismus muss man zugeben, dass der Sandstrand und das Dünengebiet zwischen Maspalomas und Playa del Inglés beeindruckend sind.

Die beiden Orte liegen an der Südspitze Gran Canarias und bilden heute eine Doppelstadt, deren Grenzen ineinander übergehen. Die meisten Touristen verbringen hier ihren Urlaub. Entsprechend ausgebaut ist die Infrastruktur mit Restaurants, Bars, Diskotheken, Einkaufszentren, Golf- und Tennisplätzen. Im direkten Vergleich wirkt Maspalomas ruhiger, grüner und angenehmer als Playa del Inglés. Bis zum Strand ist es von beiden Orten nicht weit, zumal es ein dichtes Busnetz gibt.

Dünenfeld von Maspalomas

Wahrzeichen von Maspalomas ist der Leuchtturm, der am äußeren Südzipfel Gran Canarias liegt. Östlich des 56 m hohen Turms erstreckt sich ein ausgedehntes Dünengebiet.

Der Dünengürtel folgt dem Küstenverlauf auf einer Länge von etwa 3 km. Nur wenig Vegetation hat hier Fuss fassen können, so dass die Sandhügel durch den Wind ständig umgeformt werden und ihre Position verändern. Die größten Exemplare sind immerhin bis zu 20 m hoch. Ein Großteil dieser eindrucksvollen Strandlandschaft steht heute unter Naturschutz.

Puerto de Mogán

Der attraktivste Touristenort des Südens ist sicherlich Puerto de Mogán, das erst in den neunziger Jahren aus einem kleinen Fischerort zu einem Urlaubszentrum ausgebaut wurde.

Umgebung von Puerto de Mogán

Heute gibt es einen Yachthafen und einen Badestrand, an dem heller Sand aufgeschüttet wurde. Der Ort besteht neben seinem kleinen Zentrum vor allem aus netten Appartmentsiedlungen und hat sich zum Reiseziel eines anspruchsvollen, gepflegten Tourismus entwickelt.

Puerto de Mogán liegt an der Mündung eines fruchtbaren Tals (Barranco). Hier lassen sich zahlreiche Wanderungen unternehmen. Am Küstenabschnitt südöstlich von Puerto de Mogán ist in den letzten Jahren viel für den Fremdenverkehr gebaut worden. In nordwestlicher Richtung dagegen ist die Küste noch weitgehend unberührt.

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