La Palma - die grüne Kanareninsel

Flora

Das milde, regenreiche Klima hat die Voraussetzungen geschaffen, dass sich auf La Palma eine üppige Vegetation entwickeln konnte. Viele Arten sind endemisch, kommen also nur hier und auf den Nachbarinseln vor.

La Palma Wolken

Zwar hat die menschliche Besiedlung das empfindliche Ökosystem nachhaltig beeinflußt, auf La Palma ist die Zerstörung aber nicht so weit vorangeschritten wie auf den kanarischen Nachbarinseln, so dass noch viele Elemente der Ursprungsflora zu finden sind.

Auf der Ostseite der Caldera finden sich größere Bestände des Lorbeerwaldes. Diese Reliktform, die früher auch in Europa verbreitet war, ist heute auch auf den Kanarischen Inseln nicht mehr sehr häufig anzutreffen.

Kanarische Kiefer (Pinus canariensis)

In den höheren und trockeneren Lagen der Caldera wird der Baumbestand weitgehend durch die Kanarische Kiefer (Pinus canariensis) gebildet. Diese Kieferart, die auch auf anderen Inseln der Kanaren und auf Madeira weit verbreitet ist, kann mit ihren langen Nadeln die Feuchtigkeit aus den Wolken festhalten. Daher hat sie große Bedeutung für den Wasserhaushalt der Insel. Auch ist ihr Holz sehr widerstandsfähig gegen Feuer, so dass sie Waldbrände unbeschadet überstehen kann.

Ein Wahrzeichen der Kanarischen Inseln ist der urtümliche Drachenbaum (Dracaena draco), der im botanischen Sinne gar kein Baum ist, sondern zu den Liliengewächsen zählt. Sein Harz und seine Blattfasern hatten wirtschaftliche Bedeutung, so dass sein Bestand im Laufe der Jahrhunderte stark dezimiert wurde.

Heute steht der Drachenbaum unter Schutz und im Norden und Nordosten La Palmas finden sich die größten erhaltenen Vorkommen des Archipels.


Flora

Außer einer Fledermausart gibt es keine heimischen Säugetiere auf der Insel. Der Mensch brachte aber Nutztiere wie Ziegen und Kaninchen nach La Palma. Im Gebirge wurden auch einige Mufflons ausgewildert.

In den Gewässer rund um La Palma leben zahlreiche Fische, darunter auch solche, die sich auf den Speisekarten der Restaurants wiederfinden, wie Sardinen und Makrelen. Zwischen den Inseln leben auch verschiedene Walarten, die man mit etwas Glück beobachten kann.

Vielen Vogelarten kann man in der Natur begegnen. Dazu gehören Tauben, Finken, Falken, Schwalben und Blaumeisen. Auch die Urform des Kanarienvogels, der Kanariengirlitz, ist hier zu Hause. Allerdings wirkt dieser im Vergleich zu seinen gezüchteten Nachfahren recht unscheinbar.

Zahlreich sind die Insektenarten, die die Insel bevölkern. Dazu gehören Schmetterlinge, Spinnen und Käfer. Als Reptilien kommen die Palma-Eidechse und eine Geckoart vor.